24.05

Es war eine absolut lautlose Nacht. So eine Stille hört man bei uns nicht.. Nach einem opulenten Frühstück geht es in einen Bilderbuchtag. Das Wetter ist vom Feinsten und eigentlich kann man in diesem Freiluftsanatorium nur gesund werden. Wenn, ja wenn ich nicht das volle Programm gebucht hätte. Das heißt also lichtdurchfluteter Bergwald, schönste Bergwiesen, Panoramablicke, glasklare Bäche, wogende Wiesen, schneebedeckte Berge, ausgesetzte Steige, zwei Gipfel, Hammeranstiege in Treppenhaussteigung und natürlich auch wieder runter und das fast 30km lang mit 1600mtr Anstieg und 1400mtr. Abstieg. Das ist nicht entschleunigt und auch auf Dauer nicht gesund. So ist die Etappe halt… könnte ich sagen, aber sie hat mich natürlich auch gereizt und herausgefordert. Ich arbeite, wo andere Urlaub machen, so geht doch der Spruch. Immerhin nach 8,5 pausenlosen Stunden auf den blasenlosen Plattfüssen bin ich auf der Marmauwiese und genieße die erste Halbe. Es war ein phantastischer Tag in der schönsten Landschaft und die Kontemplation kommt sicherlich auch noch… hoffentlich. Ach ja, hier noch die diversen zoologischen Sichtungen: zwei Bergmäuse, ein Habicht beim Sonnenbaden und Federpflege in der Wiese, zwei männliche Single- Wanderer, alt und ein weibliches Wanderer-Pärchen, jung, dynamisch, aber nicht hübsch. Eine Blindschleiche, bewegungslos… allem Anschein nach tot durch mechanische Gewalteinwirkung, das Reifenmuster passt zu einem Pirelli Endurance 3. Insgesamt vier Gemsen, aber nur kurz. Ich konnte ihnen im Gelände nicht folgen und sie wollten kein Foto. Diverse Kühe, wahrscheinlich Ennstaler Bergschecken, Schafe unbekannter Herkunft auch schwarze, unterschiedlich große Hofhunde, alle bellend.
Ohne meine GPS – Geräte und den gespeicherten tracks wäre ich völlig aufgeschmissen. Und auch so hochgerüstet schaffe ich es immer noch in die Irre zu gehen. Man soll nicht jedem rot-weißen Zeichen folgen, achtsam sein und immer mal wieder auch auf das Display gucken. Ich freue mich auch schon auf Italien, da verstehe ich die Leute wahrscheinlich wieder besser. I bin so deppert, i hoabs so an die oan, da kunst nia net au nua a Wuat verstoan. Des issa hoalt so, do koannst nix machen, i kumm hoalt nidde doaher. Kruzefixnoamoal du viech dua, damitt des woast un geh weider..
Die zweite Halbe ist leer und ich muss ins Bett äh Matrazenlager. Ich bin wieder der einzige Übernachtungsgast und kann mir eine Matraze aussuchen

Fürti und servus

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