16.06.

Viel gibt’s nicht zu berichten. Es geht von Arriach über einen Kamm in der Nähe der Gerlitzen Alm. Zunächst wieder lange über einen Forstweg durch einen schattigen Nadelwald, was den Aufstieg schon sehr erleichtert, denn die Sonne lacht vom blauen Himmel. Dann lichtet sich der Wald und über eine Pferdkoppel geht’s zum Steinernen Tisch als höchsten Punkt. Dort ist ein riesiger Stein mit einer ebenen Oberfläche plaziert und darum herum sechs Steine zum Sitzen. Hier lasse ich mich von zwei Bremsen stechen und eine bezahlt dafür mit ihrem Leben. Im Abstieg treffe ich auf die Steinwender Hütte, wo mir ein Radler gar köstlich mundet. Der Ausblick auf das Drautal und Villach ist sehr schön, auch wenn Villach noch unendlich weit erscheint. Dahinter auch schon die Julischen Alpen und mein künftiges Arbeitsgebiet, die Karnischen Alpen. Villach ist auch noch wirklich weit. Der Weg runter ist nicht mehr so einfach zu finden und teilweise wohl auch kaum begangen. Ich komme durch Treffen, Töbring und muss auch noch mal aufsteigen um den Osmaldiberg zu passieren. Im Tal hat es mittlerweile ca. 30°. Ich verlauf mich nochmal, wobei der Shredderman gnädig mit mir ist (er ist auch von der Hitze geschafft) und komme endlich über Gritschach der Sache schon näher. Zum Schluss lasse ich mich von google maps zu meinem nächsten Domizil für die nächsten zwei Tage weisen..die Jugend – und Familienherberge Villach. Ich bin weder jung noch trete ich als Familie auf, bin aber ca. 44 Jahre Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerk. Ich finde diese Einrichtung genial..früher, weil ich für kleines Geld eine Unterkunft bekommen habe und heute, weil die Einrichtungen in der Regel sehr zentral in den größeren Städten liegen und man auf junge Menschen aus aller Herren Länder trifft. Ich habe ein Zimmer für mich alleine und nachdem ich mich häuslich eingerichtet habe, mache ich mich auf zum Schweinsbraten im Biergarten der Villacher Brauerei. Interessanterweise liegt dieser etwa 15 Meter neben dem Seitenschiffausgang der Kirche. Der Schweinsbraten ist hervorragend und das Bier auch. Jetzt freue ich mich auf meinen „freien“ Tag. Das angesagte Gewitter hat sich wieder verzogen und Frischluft hinterlassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.