26.06.

Während in der Früh um 6.30Uhr geschäftiges Lagertreiben beginnt, kann ich den Tag ruhig angehen lassen. Trotzdem stehe ich auf, um mit Alex und Rudi noch das Abschiedsfrühstück einzunehmen. Die Beiden ziehen weiter nach Sexten und ich bleibe auf der Hütte. Als alle weg sind, lege ich mich noch einmal ins Stockbett und meine Gedanken kreisen um die nächsten Tage. Dann nehme ich ein ausgiebiges Sonnenbad und genieße das Rauschen des Baches und ansonsten die Stille. Es ist wieder herrliches Wetter und sehr warm. Allerdings sollen es im Tal über 35°C sein und ich bin lieber hier oben. Ausserdem habe ich von einer Eishöhle erfahren, die in der Nähe sein soll. Der Weg dorthin ist nur für Geübte. Das bedeutet, man sollte schon schwindelfrei und trittsicher sein und tatsächlich ist der Weg am Ende schon etwas ausgesetzt. Dann kommt hinter dem Fels eine große Höhlenöffnung zum Vorschein. Aus dem Eingang weht es kalt heraus und ich mache mich im Lichte meiner Stirnlampe auf Entdeckungsreise. Die Höhle teilt sich in mehrere Gänge auf und es geht teilweise im Kriechgang hinein und dann ist irgendwann der Boden mit Eis bedeckt und Eiszapfen hängen wie Stalacktiten von der Decke und dann ist der weitere Weg durch einen Eiswall fast verschlossen. Ohne Steigeisen und Pickel wird es zu schwierig. Ich kehre um und irgendwann ist auch wieder Tageslicht zu sehen und dann stehe ich wieder in der wärmenden Sonne. Eine halbe Stunde mit kurzer Hose im Eiskeller hat gereicht. Danach geht es zurück zur Hütte und ich lasse den Tag an mir vorbei ziehen. Beim Abendessen unterhalte ich mich mit Roman, der seit 9 Jahren bei der Berliner Kripo ist und mit Bandenkriminalität befasst ist. Er ist im Beruf an eine gewisse Grenze geraten und ist auf der Suche nach Alternativen um nicht zu verrohen. Soweit mein Ruhetag.

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