28.06.

Nach einer ruhigen Nacht im Lager verabschiede ich mich nach dem Frühstück von Roman, der mit dem Zug wieder nach Berlin reist. Ich selber mache mich auf den Weg nach Toblach. Um Strassen zu vermeiden nehme ich einen längeren Weg über Forststraßen und überlasse meinem GPS-Gerät die Wegfindung. Es sucht sich bis auf einen Abstecher in die Botanik einen schönen Waldweg aus, der noch dazu in großen Teilen schattig ist. Aber ich komme auch an Stellen vorbei, wo ein Unwetter aus dem Wald einen Friedhof gemacht hat und ein Weiterkommen aufgrund des Windbruchs erheblich erschwert ist. Insgesamt habe ich in der Summe bisher schon erhebliche Waldschäden durch Sturm oder Schneebruch wahrgenommen. Dann geht es Lesach- bzw. Pustertal nach Innichen und Toblach. Nach Villach und dem Naßfeld sind es wieder die ersten urbanen Ansiedlungen, in die ich komme. Alles ist hübsch für den Tourismus herausgeputzt. Auf der Straße zwischen Innichen und Toblach sehe ich aus einiger Entfernung einen Sherman-Schützenpanzer aus dem zweiten Weltkrieg. In der Nähe ist ein geschlossenes Bunkermuseum. Am Mittag bin ich in Toblach und schaue mir in aller Ruhe den Ort an. Ich habe ein Zimmer in der Jugendherberge reserviert und finde diese zunächst nicht. Irgendwie soll sie sich an einem Ort befinden, der durch seinen Park und das riesige neu restaurierte Gebäude eher an ein altes Jagdschloss oder ein Parkhotel denn an eine Jugendherberge erinnert. Aber es ist so, in diesem hochherrschaftlichen Gebäude befindet sich die Jugendherberge und ich teile mir ein modernes Zweibettzimmer mit einem Touristen von den Philippinen, der durch die Dolomiten tourt … Morgen gegen 15.00Uhr will mein Freund Robert zu mir stoßen und mich zwei Wochen durch die Dolomiten begleiten. Ich freue mich und kann bis dahin noch etwas ausspannen.

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