01.07.

Die Nacht war trotz offener Balkontür sehr schwül und schon früh weckt mich der Lärm von startenden Autos. Robert konnte aufgrund des knarrenden Stockbettes auch schlecht schlafen. Das Frühstück gibt es erst um 8Uhr, so dass wir erst spät los kommen. Es ist wieder heiß und schwül und nach einem kurzen Stück auf der Straße geht im Wald konsequent steil nach oben. Gottseidank spendet der Wald Schatten und trotzdem rinnt der Schweiß in Strömen. Je weiter wir nach oben kommen um so häufiger ist der Weg durch Windbruch versperrt.

Ganz oben am Kamm treffen wir drei Frauen, die von der andern Seite gekommen sind und die staunen, daß wir diesen Weg gekommen sind. Offiziell ist er wohl gesperrt. Der Himmel zieht zu und es fängt an zu regnen, teilweise ein bisschen mit Hagel und Schnee vermischt. Während die Frauen Schutz in einer Almhűtte suchen, ziehen wir aufgrund des Windbruchs weglos weiter und treffen nach einiger Zeit wieder auf den Track bzw. gangbaren Weg. Es breitet sich nun eine schöne Almlandschaft mit dem Peitlerkofel vor uns aus und es hört auch wieder auf zu regnen. Der Blick auf die Fanes-Sennes-Gruppe und die Puez – Alpengruppe ist beeindruckend, genauso wie die aufziehenden Gewitterwolken. Gegen 14Uhr sind wir auf der Schlüterhütte, wo ich mit Ines auf unserer München – Venedig – Alpenüberquerung vor 14 Jahren auch schon übernachtet habe. Es wird Zeit für einen Schönheitsschlaf. 1400Hm fordern ihren Tribut und vielleicht werden wir ja tatsächlich auch etwas hübscher.

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