30.06.

Nachdem noch in der Nacht irgendwelche Stirnlampen an meiner Bettstatt vorbei geirrt und auch am frühen Morgen die ersten Gipfelstürmer des Seekofels mit Stirnlampen an mir vorbei geeilt sind, packen wir unsere Klamotten und steigen auf zum Kreuzjoch auf über 2200mtr. Eine Pause haben wir auf der Fodora Vedla Hütte gemacht, wo fünf junge Menschen eine Sennerei mit Kühen und Ziegen unterhalten. Ein sehr idyllisches Fleckchen Erde, aber für die jungen Leute scheint es ziemlich arbeitsintensiv zu sein. Der Abstieg nach St.Virgil ist dann aber in der Hitze und auf einem sehr schottrigen Fahrweg über 1000Hm wirklich kein Spass und mein linkes Knie beginnt zunehmend seinen Unmut in Form von Stichen und wunden Gefühl am Innenband auszudrücken. Dann nehmen wir das erstbeste Hotel und ruhen uns bei einem leckeren Mittagessen aus. Der Körper sagt: hier jetzt gleich ein Zimmer nehmen, aber zwei Verstände sind sich mal wieder einig. Noch 10km und 500Hm Aufstieg und Abstieg sind zeitlich drin und bessern die Ausgangslage für die Besteigung des Peitlerkofel bei drohenden Gewittern morgen. An einem der heißesten Tage des Jahres wandern wir dann also doch 27,5km und 1250Hm rauf und 1600Hm runter. In St. Martin in Thurn finden wir eine Unterkunft und substituieren unseren Flüssigkeitsverlust mit Bier. Morgen sind es angeblich 4,5 Stunden auf die Schlüterhütte und das Gewitter soll erst um 14.00Uhr kommen. Dann sind wir hoffentlich auf der Hütte.

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