06.07.

Auch der Morgenausblick von der Kölner Hütte ist einfach wunderbar. Ganz entfernt sieht man den schneebedeckten Alpenhauptkamm, dazwischen die wesentlich tiefer gelegenen hügeligen Berge und Täler der Eisack oder Talfer und nach Westen hin das Vinschgau. Wir wollen nach Bozen, der Landeshauptstadt von Südtirol. Uns trennen, wie sich im Nachhinein herausstellt, 35 km Entfernung, 850Hm Aufstieg und 2750Hm Abstieg. Das Ganze bei Temperaturen in der Sonne über 30°C. Der Weg selber ist eher unschwierig, aber gerade die ersten drei Stunden laufen wir durch teilweise völlig zerstörte Bergwälder. Irgendein Unwetter hat hier ganze Arbeit verrichtet. Ganz viele Hänge sehen aus wie Rodungsgebiete im Amazonasgebiet. Schrecklich die entwurzelten Baumstrünke zu sehen und schon irgendwie apokalyptisch. Das Ganze heute war eher unter dem Gesichtspunkt zu sehen. Wie komme ich möglichst auf kurzer Strecke in ein neues schönes Alpengebiet und besuche noch eine charmante Landeshauptstadt mit südländischen Ambiente? Ich habe ja nun schon einige Kondition aufbauen können. Robert aber, mein gerade aus China zurück gekehrter Freund, der sich über 1000km durch Urlaubsstaus zu mir gequält hat, ringt mir Bewunderung ab. Über 20km läuft er in Annahme, es wäre eine Blase, ohne groß zu klagen neben mir. Erst dann die Diagnose:Splitter in der Fußsohle. Nach einer Operation am offenen Bein, also ohne Socken.. geht’s zunehmend wieder besser. Je tiefer wir kommen, um so schwüler wird es und kurz vor Bozen fallen die ersten fetten Tropfen. Aber erst als wir in der Unterkunft eingecheckt haben, geht dann ein kurzes Wärmegewitter über der Stadt nieder und bringt eine willkommene Abkühlung. Nachdem wir in einer Pizzeria die entsprechende Grundlage geschaffen haben, geht es durch die Altstadt von Bozen. Auf der Suche nach einem Biergarten landen wir in der Temple Bar. In landestypische Weise beenden wir den Abend bei Guinness und Hardrock – Musik.

An dieser Stelle grüßen wir aucdie Bloggerkollegen von #bloghike2019, die heute auch eine Wanderung gemacht haben und wahrscheinlich leichter an ihre Kaltgetränke gekommen sind.

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