14.07.

14.07.

Ein strahlend blauer aber auch kalter Morgen. Es geht unschwer hinab zum Umbrail-Pass. Die letzten Motorräder und Autos brettern die Stilfser Passstrasse hinab, denn der Pass wird ab 10.00Uhr für ein Radrennen gesperrt. An der Schweizer Grenze entlang geht es aufwärts zur Bochetta di Forcola, wo noch Befestigungen aus dem ersten Weltkrieg zu sehen sind. Auf dem Weg dorthin beobachte ich tief unten auf der Passstrasse die hunderte Radrennfahrer wie Ameisen den Berg hoch strampeln. Das Alles geht herrlich lautlos vonstatten, während sonst an einem Sonntag sicherlich die Bergwelt weitläufig von Motorenlärm erfüllt wäre. Ein paar Mountainbiker pedalieren auf schwierigem Kurs an mir vorbei und ich bekomme statt Vale tatsächlich auch Gruezi zu hören. Hinter den Kamm geht es ins wildromantische Forcola Tal hinab und dann zum türkisblauen Lago di Cancano, wo ich schon mittags eine Unterkunft in einem Rifugio fest mache. Der See selber ist wohl ein beliebtes Ausflugsziel und mit dem Auto zu erreichen. Es begegnet mir auf der Staumauer eine Gruppe Amerikaner, jedenfalls dem Klang nach. Nachmittag zieht es zu und die Sonne verschwindet hinter grauen Wolken.

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