16.07.

In dieser Nacht fällt es mir schwer den Blog zu schreiben. Es mag an der fortgeschrittenen Abendstunde liegen, es ist mittlerweile 23.00Uhr oder an dem fortgeschrittenen Alkoholkonsum, es sind zwei Liter Rotwein di Casa geflossen und wir streiten uns mittlerweile nicht mehr darum, wer ihn getrunken hat, denn Alex und Rudi ziehen es vor zu schlafen.

Nachdem ich heute morgen noch alleine am Lago di Cancano bei strahlend blauen Himmel aufgebrochen bin, treffe ich nach zwei Stunden auf Rudi und Alex, die von einer anderen Unterkunft aufgebrochen sind. Da wir bis auf Weiteres den gleichen Weg haben, begehen wir ihn fortan gemeinsam. Mein Track von Alex, dem Weitläufer oder auch Bergreif führt zunächst durch das Valdidentro noch bis Amoga und entlang der Cima dei Piazzi, mit 3449 mtr ähnlich hoch wie der Ortler, aber gänzlich unbekannt. Der Ausblick ins Tal ist sehr schön und wir gehen lange Zeit auf nahezu gleicher Höhe. Dann folge ich dem Track des Rother Wanderführes ins Val Vera nach Eita. Wir überqueren unschwer einen Pass und nach 700Hm Abstieg landen wir gegen Mittag in dem Bergdorf Eita. Dort ist das Rifugio von Jugendlichen besetzt, aber der Wirt vermittelt uns Zimmer in einem Haus in der Nähe, wo wir sehr gastfreundlich empfangen werden. Es ist, als würden wir 50 Jahre zurück versetzt. Um zu duschen, muss der Boiler mit Holz beheizt werden. Das dauert ein wenig. Es steht auch noch ein holzbefeuerter Herd da, den ich das letzte Mal bei meiner Oma in Gebrauch gesehen habe. Zum Essen gehen wir aber 10 Minuten zurück ins Rifugio, wo wir bei prima und secondo piatti unseren Hunger stillen. In der Nähe sitzen zwei radelnde Schweitzer, mit denen wir ins Gespräch kommen und ein Stockwerk höher singen ca. 30 italienische Jugendliche zur Gitarre Lieder und das Essen ist auch lecker. Wer die zwei Liter Rotwein getrunken hat, haben wir dann nicht mehr heraus gefunden, weil der Wirt des Rifugios dann noch einen Schnaps des Hauses mit Geheimrezeptur kredenzt hat und zum Vergleich einen profanen Enzian. Der Kräutergeheimschnaps (32 Kräuter) war natürlich viel besser als der Enzian. Gottseidank fährt uns der Wirt dann noch mit seinem Wagen zu unserer Unterkunft, wo ich schon seit zwei Stunden schlafen sollte.

Vita e duro..

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