20.07.

Das Abendessen war gut, die Matratze sehr weich und das Frühstück schon auch ziemlich italienisch, etwas durch Käse aufgepeppt. Für einen Weitwanderer lässt es Wünsche offen..

Es geht hinunter zum Stausee am Campo Moro. Hier am Rifugio di Campo Moro ist schon einiges los, weil die ersten Läufer des gestern beschriebenen und gestarteten skyrun erwartet werden. Wahrscheinlich hätten wir hier wie ursprünglich geplant, gar kein Quartier bekommen Bis jetzt ist aber noch niemand durchgekommen. Hinter der Staumauer geht es steil hinauf zur Alpe und Rifugio Musella. Hier begegnen mir dann die Läufer des Rennen, und ich bin froh nicht zu ihnen zu gehören. Es sind sogar ein paar Frauen dabei und allen sieht man an, welchen Kampf sie schon hinter sich haben. Und sie müssen noch weit und hoch. Ich denke, daß es viele nicht in den 24 Stunden schaffen werden, die volle Distanz zu gehen, den von wirklichen Laufen kann in diesem Gelände keine Rede sein. Es ist ein schönes weitläufiges Hochtal, durch das ich wandere, und dann geht es wieder steil über eine Skipiste zum Bocchel die Torno auf 2200mtr..Hier treffe ich schon wieder auf Alex und Rudi, die zwar später gestartet, aber wieder einen kürzeren Weg gefunden haben. Nach einem steilen Abstieg taucht dann der Lago Palü mit dem gleichnamigen Rifugio auf. Hier machen wir gemeinsam Pause und stärken uns mit Pasta, bevor wir den langen Abstieg nach Chiareggio antreten. Hier erfahren wir, daß die Chancen auf eine Unterkunft schlecht sind, weil alle Italiener am Samstag in die Berge fahren.. Unter Mithilfe eines Wirtes, der uns selber kein Zimmer anbieten kann, finden wir eine Unterkunft in der Bar St.Anna in einem spartanischen Zimmer mit drei Betten. Immerhin eine Alternative zum Biwakieren. Um nicht vom Frühstück der Bar abhängig zu sein, verproviantieren wir uns in einem Tante Emma Laden mit Brot, Käse und Speck. Dann heißt es warten auf das Abendessen in einem Restaurant nicht vor 19.30Uhr. Das ist für italienische Verhältnisse noch früh.

Leider habe ich Schwierigkeiten mit meinem Mobilfunkprovider, dem es nicht gelingt, trotz Einzugsermächtigung rechtzeitig die Beiträge für meine monatlich automatisch erneuerte Internetflatrate abzubuchen. Damit habe ich auf einmal saftige Roaminggebühren von über fünfzig Euro, weil meine Flatrate wegen Unterdeckung des Mobilfunkkontos nicht verlängert wird. Ausserdem wird dann auch noch automatisch bei 60,-€ Roamingkosten im Monat der Interzugang zum Wochenende gekappt. So einen Ärger braucht kein Mensch und schon gar nicht im Ausland.

Mit dem Schlaf müssen wir auch noch etwas warten. Ca. 30mtr. neben unserem Fenster tritt ab 21.30Uhr Flashover, eine easy listening Rockband , die Hotel California, Honcky tonk woman, Rolling on a river etc. mit voller Inbrunst und gar nicht mal schlecht spielt, auf.

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