27.07.

Auch diese Nacht war schwülwarm und mitten in der Nacht landete auf einmal ein Rettungshubschrauber auf dem 200mtr. entfernten Dach des Krankenhauses. Dem Lärm nach hätte es aber auch im Zimmer sein können. Der Wetterbericht versprach ab Mittag nichts Gutes. Ich habe mich unter anderem deshalb entschlossen hier in Locarno einen Pausentag einzulegen. Der Vormittag war noch sonnig und ich habe ihn im Garten der Jugendherberge auf einem Sofa verbracht und diverse Emails verschickt. Dann ging es auf einen Stadtbummel und ich musste ihn mehrmals wegen Gewittern unterbrechen. Diese haben endlich erträgliche Temperaturen gebracht. Das Timing hätte wohl nicht besser sein können. Hätte ich diese Gewitter in den Bergen ab bekommen, dann wäre ich richtig nass geworden. So konnte ich das Schauspiel mehr oder weniger geschützt am Seeufer erleben. Am Ende eines Gewitters befand ich mich etwa 100mtr. von einem alten hohen Turm entfernt. Es hatte schon aufgehört zu regnen und ich ahne nichts Böses. Da blitzt es und knallt es gleichzeitig und ein Blitz fährt in die eiserne Turmspitze. So nah von mir ist noch nie ein Blitz eingeschlagen und schon gar nicht ohne Regen. Man darf sich tatsächlich nicht ganz sicher sein, wenn man meint, das Gewitter sei vorüber. Sonst hat Locarno unendlich viele Restaurants, Bars und viele Boutiquen zu bieten. Die Altstadt ist nicht groß, hat aber schöne Gässchen. Im Regen besitzt das Ganze natürlich nicht soviel Charme wie in der Sonne. Zum Abend hin klart es aber schon wieder auf. Schließlich hat Locarno nicht umsonst den Ruf, der sonnigste Ort der Schweiz zu sein. Dann kann ja auch das Feuerwerk starten… Ach ja, so fünf Kilometer waren es schon mit meinen neuen Schuhen und tutto e bene. Morgen dürfen sie auch in den Bergen zeigen, was sie drauf haben… auf jeden Fall mehr Profil!

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