28.07.

Eigentlich und uneigentlich bin ich todmüde. Nachdem gestern dieses riesige Feuerwerk erst um 22.45Uhr begann und ich um 24.00Uhr ins Bett gekommen bin , haben mich Vincent aus Aix en Provence und eine Mücke aus Locarno heute morgen um 6.45Uhr geweckt. Die Mücke hat es nicht überlebt. Ich bin auch froh, daß ich Vincent wieder los bin… indem ich die Jugendherberge verlassen habe!! Wie kann man nur so schnell und undeutlich französisch sprechen. Ich verstehe Leviathan, der Wal aus Mobby Dick und er meint les Helvetian, die Schweitzer… wie kann man da zusammenkommen? C’est dur comme ça.. In der Pizzeria sage ich auf die Frage :una birre grande?.. oui!… äh si.. Ich werde mit den vielen Sprachen ganz konfitüre.

Na ja, um zehn ging dann meine Fähre von Locarno nach Stresa. Das war so ein in die Jahre gekommenes Tragflügelboot, welches über den See hüpft und viel Krach macht. Es gibt kaum eine Möglichkeit den See zu Fuß zu umrunden, es sei denn auf der Asphaltstrasse. Die 40 km wollte ich mir ausnahmsweise ersparen, um nicht irgendwo als streetkill herum zu liegen. Gegen 12.00Uhr bin ich dann in Stresa und habe fast den gesamten Lago Maggiore im Zickzack überquert und mehrere Wutausbrüche von Touristenkindern ohne Hörsturz überstanden. In Stresa der übliche Touristenrummel und dann geht es durch die sozialen Brennpunktsiedlungen des Lago Maggiore auf den Mottarone 1400mtr. Da liegt eine Villa neben der größeren und ich könnte nicht mal den Gärtner bezahlen.. Es gibt doch noch viele Reiche in der Gegend und mein Verdacht.. die leben hier gar nicht, sondern halten sich das als Wochenendhäuschen. Es gibt eine Seilbahn, aber ich muss ja unbedingt wandern. Oben gibt es einen herrlichen Ausblick und mein T-Shirt ist klätschnass. Das Schlimme, ich sehe das erste Mal nicht nur Berge um mich herum, sondern im Süden sehe ich die Ebene von Novarra und Mailand und Sehnsucht kommt auf. Aber mein Weg geht weiter nach Westen und da sind sie wieder, die endlosen Bergketten.

Nachdem ich also 1350mtr. aufgestiegen bin, die Aussicht genossen habe, darf ich jetzt 1250mtr. wieder nach Omegna am Ortasee absteigen. Gegen 18.30Uhr habe ich eine eigene Dusche und brauche sie auch… und gehe dann noch ins Städtchen. Am Ufer des Ortasees ist sonntägliches Highlife mit jeder Menge Fressbuden und verschiedensten Musik-Stilen und Gun’s n Roses konkurriert mit Bob Marley und Sambamusik. Es gibt belgisches Bier, Amsterdamer Pommes, Burritos und Nutella-Crêpes. Ich war in einer ortständigen Pizzaria und nach Genuss einer gemischten Vorspeisenplatte, einer Pizza Capricciosa, einem Bier, einem mezzo litro vino rosso und einem coni stracciatella habe ich fertig… buena notte

Ach so, die neuen Schuhe.. super Grip und keine Blasen tutto e bene…

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