17,08.

Nach einem gemeinsamen Frühstück brechen wir alle in die gleiche Richtung auf. Nach kurzer Zeit überhole ich das Stuttgarter Pärchen und es geht ständig steil zum Passo Paschiet in den Wolkennebel. Kurz vor dem Pass gibt es den Lago Nero, der im wallenden Nebel geheimnisvoll aussieht. Am Paß selber zieht es auf und auf der anderen Seite schaue ich auf ein Wolkenmeer über der Po-Ebene und die Himmel ist stahlblau. Es geht wieder etwas hinab und dann zum zweiten Paß, dem Colle Costa Fiorita. An diesem Paß sehe ich in der Nähe drei Steinböcke und pirsche mich näher heran, um gute Fotos zu bekommen. Sie nehmen zwar Notiz von mir, aber lassen sich beim Äsen nicht stören. Mittlerweile hat mich das Schweizer Pärchen Rudi und Maja eingeholt und wir steigen steil ins Valle die Viu nach Usseglio ab. Eigentlich wäre hier die Etappe zu Ende. Aber es gibt ein Problem. Es naht eine Schlechtwetterperiode und wir wollen irgendwie noch auf den Wallfahrtsberg Rocciamelone, der eine sensationelle Aussicht bei gutem Wetter verspricht. Das Zeltfenster ist sehr eng. Wir müssen am Sonntagvormittag auf den Gipfel, denn ab Mittag soll die Sicht schlecht werden. Das geht nur wenn wir weiter am Lago Malciausia vorbei bis zur Capanna Sociale Aurelia Ravetto gehen. In Osseglio stärken wir uns noch einmal in einer kleinen Trattoria und es geht bis 19.00Uhr weiter, bis wir die Capanna erreichen. Dort auch wieder eine gigantische Aussicht auf das Wolkenmeer und die herausragenden Berge und in der Dunkelheit das Durchscheinen der Lichter der Dörfer im Tal. Ein sehr gutes Abendessen gibt es auch noch. Allerdings bringt Maja vor Erschöpfung kaum noch etwas herunter. Wir sind 2600Hm aufgestiegen und 1500Hm herab. Was für ein Tag….

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