23.08.

Heute geht es von Ghigo di Prali nach Villanova. Da Maja, Rudi und ich weiterhin den gleichen Weg haben, geht es gemeinsam zum Colle Guillan, wobei wir auf die im Führer vorgeschlagene Seilbahn verzichten und auch einen Umweg von etwa einer Stunde in Kauf nehmen, um die tredicie largi, die dreizehn Seen zu sehen. Wir sehen leider nur einen, da die restlichen Seen nur von einem noch höheren Standpunkt einzusehen sind. Das gibt das Wetter aber nicht her. Bei Aufbruch war der Himmel noch wolkenlos, aber auf 2200mtr. sind die Wolken schon um die Gipfel gezogen und es lohnt sich augenscheinlich nicht, noch mehr Umweg in Kauf zu nehmen. Nachdem wir den Colle Guillan passiert haben, treffen auf eine große Schafherde und den dazu gehörigen Schutzhunden. Sie kommen uns bellend entgegen, machen aber keinen aggressiven Eindruck. Wir sind aber trotzdem vorsichtig und auch froh, dass ein Schäfer sie zurück ruft. Mit ihm kommen wir ins Gespräch und er erzählt uns, dass er 630 Schafe hütet und bis Oktober jeden Tag bei den Schafen ist. Gestern erst hätte ein Wolf versucht ein Schaf zu reißen und dabei verletzt. Einer der Hunde hat den Wolf dann vertrieben. Der weitere Weg geht zunächst längere Zeit auf gleicher Höhe weiter und eröffnet den Blick auf das Valle Pellice und teilweise auch in die Po-Ebene. Dann geht es 800mtr steil bergab und wir erreichen die Posto Tappa in Villanova.

Wir nutzen den Nachmittag zur weiteren Wegplanung und zum Ausruhen. Ein ausgiebiger Regenschauer erwischt uns nicht mehr. Wir sitzen im Trockenen. Vier andere Wanderer, die nach uns eintreffen, haben nicht soviel Glück. Zum Abend gibt es wieder leckeres Essen und unter anderem Schirmlinge (Pilze), die Rudi und Maja gesammelt haben.

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