24.08.

Wir haben beschlossen den Hauptweg des GTA zu verlassen. Der würde zum Rifugio Barbara Lowrie führen und mir weiterhin die Möglichkeit eröffnen, auf den Monte Viso zu steigen. Aber es gibt mehrere Gründe, die dagegen sprechen. Einerseits das Wetter. Der Mont Viso ist bekannt dafür in den Wolken zu verschwinden und die Wetteraussichten sind weiterhin nicht stabil. Einen Platz in der Ausgangshütte Rifugio Quintino Sella für die Besteigung sollte in der Regel langfristig vorher reserviert werden. Der Normalweg wird unterschiedlich schwierig dargestellt. In einem Führer wird auf die Ausrüstung mit Steigeisen hingewiesen… und ich würde auf die angenehme Begleitung von Maja und Rudi verzichten müssen. Auf der anderen Seite spare ich zwei Wandertage ein, habe die Schönwetterseite des Mont Viso vor mir und komme trotzdem durch ein sehr schönes alpines Wandergebiet. Die Entscheidung fällt mir nicht schwer. Es geht also zum Rifugio Monte Viso auf die französische Seite desselben. Der Weg führt sehr abwechslungsreich entlang des Torrente Pellice und weiter zum Rifugio Jervis und Rif. Alpini Mont Granero und dann über den2800mtr. hohen Colle Selliere zum Rifugio Mont Viso im Parc naturelle Queras. Wir kommen an einem Mahnmal vorbei, daß an ein 1957 abgestürztes amerikanisches Militärflugzeug erinnert. Es liegen noch Wrackteile und der Sternmotor herum. Wir kaufen auf einer Alpe Käse, kommen in den Wolkennebel und nach Überschreiten des Passes sehen wir sowohl Murmeltiere, Steinböcke und den Mont Viso in seiner beeindruckenden Gestalt. An der Refuge sind es dann wieder 1700mtr rauf und 500mtr runter. Der Nachmittag ist dann ganz gemütlich in der doch wieder erscheinenden Sonne. Das Refuge ist allerdings im Laufe des Nachmittags gesteckt voll. Immerhin hat es 63 Plätze und zum Abendessen ist es doch erheblich laut. Ich freue mich, endlich Frankreich erreicht zu haben. Allerdings werde ich die nächsten zwei Tage noch einmal nach Italien zurückkehren..

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