25.08.

Die Nacht in der Refuge war nicht sehr erholsam. Das kleine Zimmer mit sechs besetzten Betten und mindestens zwei Schnarchern und die Höhe über 2500mtr sind halt nicht die besten Voraussetzungen. Ich bin froh, als die Nacht vorbei ist. Der Morgen ist klar und wolkenlos und nach dem lautem Frühstück brechen wir auf zum Col Vallante auf 2800mtr, wo wir dem Mont Viso direkt gegenüber stehen. Es ist kalt und man könnte fast Handschuhe gebrauchen. Heute wäre ein guter Tag gewesen, den Mont Viso zu besteigen und 1000mtr höher kann ich auch drei Gestalten am Gipfelkreuz ausmachen. Aber von dieser Seite gibt es keine normale Aufstiegsroute. Aber die Aussicht ist schon sehr schön und langsam erreicht auch die Sonne den Pass. Es wird warm und alles ist in ein schönes Licht getaucht. Wir machen einen Umweg über den Passo Losetta auf 2870mtr ins Vallone di Soustra. Hier beobachten wir in einiger Entfernung Steinböcke und ich kletter zu ihnen hinauf, um sie besser aufzunehmen. Bei einem Abstand von etwa 20mtr mache ich allerdings Schluss. Die sind in jedem Fall stärker als ich und in der Überzahl. Unterwegs noch viele schöne Blumen und beim Abstieg ins Tal auch viele Sonntagsausflügler, die den leicht zu ersteigenden Mont Losetta erwandern wollen. Es geht dann durch das hübsche Örtchen Chianale nach Pontechianale und dann wieder hinauf über den Colleto dello Battagliola und hinab nach Chiesa, unserem Etappenort. Hier können wir endlich in der Posto Tappa wieder duschen und die Wäsche waschen. Auch dies mit 1300mtr Aufstieg und 2300mtr Abstieg wieder eine sehr lange aber auch sehr abwechslungsreiche Etappe, zumal wir beim Aufstieg zum Colle dello Battagliola in ein downhill MTB-Rennen geraten.

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