31.08.

Da kräht ja der Hahn, wenn man auf der Alm schläft. Aber auch so wird man in einem nur durch Sperrholz oder Dielenbrettern geteilten Kuhstalletablisment relativ schnell wach. Gestern Abend gab es eine Art Pizza. Der Belag bestand aus gedünsteten Zwiebeln und Oliven in ungefähr fingerdicker Schichtstärke. Sehr lecker, aber das Konzert heute Nacht mit den verschiedenen Blasinstrumenten war nichts für Musikliebhaber. Da ich ja auf der Höhe geschlafen habe, geht es zur Abwechslung mal direkt hinab, 1450mtr um genau zu sein. Dort befindet sich im Tinéetal der Ort Saint Saveur sur Tinée. Der Weg geht zunächst steil durch einen schönen Wald, trifft auf den Weiler Roure und dann weiter durch verwilderte Felder zum Talgrund. Von der Nähe des Mittelmeers ist noch nichts auszumachen. Hier wäre eigentlich wieder eine Tagesetappe zu Ende, aber ich möchte ja nun doch endlich nach Nizza. Also geht es wieder in praller Sonne 1100mtr. Hinauf und zwischendurch nochmal 350mtr. hinab. Die Wolken am Horizont verheißen zwischendurch nichts Gutes und es ist auch ein paarmal ein Donnergrollen zu hören. Ich gebe also wieder mal Gas, aber es bleibt trocken.. So gelange ich relativ früh in das mittelalterliche Örtchen Saint Dalmas de Valdeblore und die Gite d’etappe Les Marmottes. Leider erwischen mich wieder einige dieser Biene Maja Mücken, die meiner Meinung nach asiatische Tigermücken heißen und es juckt mich mal wieder überall wie der Teufel, wobei diese stechenden, beißenden und blutsaugenden Insekten ja wirklich eine Ausgeburt der Hölle sind. Und wieder bin ich meinem Ziel ein Stück näher gekommen und so langsam wird das Unvorstellbare Wirklichkeit. Für mich ist das Rauf und Runter mittlerweile wirklich Alltag geworden und der fällt dann ja wieder weg.

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